Lösungshilfe – Notebook-Akku lädt nicht – Akku kann nicht geladen werden, Notebook geht ohne Stromkabel nicht an (mit Stromkabel schon)

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Oft erhalten wir Anfragen wie „Bei meinem Notebook wird der Akku nicht mehr geladen. Das Netzteil ist ok. Möglicherweise ist die Steckerbuchse defekt. Können Sie das reparieren?“

Hier die ersten Schritte zu Selbstdiagnose:

  1. In den meisten Fällen kann der Akku nicht geladen werden, weil er defekt ist und – passend zur Fehlermeldung des Computers – nicht mehr lädt. Bei einem 1-3 Jahre alten Akku, der regelmäßig und zurückhaltend genutzte wurde, ist dies eher unwahrscheinlich. Bei intensiv via Batteriebetrieb genutzten Geräte kann der Akku schon binnen 3 Jahren erschöpft sein; ebenso bei Notebooks, die monatelang ungenutzt im Schrank lagen.
    Bei normaler haushaltsüblicher Notebooknutzung wird nach 4 Jahren ein Defekt des Akkus / Erschöpfung der Ladezellen mit zunehmendem Alter immer wahrscheinlicher.
    Es gilt zudem zu beachten, dass etliche Akkus nicht etwa langsam über Wochen in der Leistung abfallend kapuitt gehen, sondern abrupt von „heute auf morgen“.

    Abhilfe: neuer Marken-Akku entweder Original oder renommierte Alternativhersteller. Wir beziehen für unsere Kunden Akkus der Originalhersteller oder – falls nicht mehr erhältlich – von erprobten Drittherstellern. Hüten Sie sich vor 99% der Amazon-Akkus!
  2. Am zweithäufigsten liegt es am Netzteil (also am Ladekabel), selbst wenn man meint, es wäre OK. Eine leuchtende Lade-LED am Netzteil oder am zu ladenden Gerät macht leider „noch keinen Sommer“, ebenso das kurze Anmessen der Spannung mit einem Multimeter; denn oftmals liefert das Netzteil zwar die Spannung, aber nicht mehr die benötigte Leistung/Stromstärke.
    • Oftmals wird das falsche Netzteil am Notebook genutzt. Oder aus Bequemlichkeit bzw. versehentlich ein Netzteil eines zweiten oder altgen Geräts. Ein passender Stecker und eine leuchtende LED bedeutet leider nicht, dass das Netzteil auch wirklich passt. Mit dem falschen Netzteil – trotz passenden Steckers – kann im glimpflichsten Fall der Akku, im schlimmsten Fall das zu ladende Gerät dauerhaft bis irreparabel beschädigt werden. Zudem drohen Bränden durch Kurzschlüsse/Überspannungen etc.
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      Die Angaben von Netztzeil und dem Etikett auf dem Notebook (meist auf der Unterseite, ggf. auch im Akkufach) müssen elektrotechnisch stimmig sein, nämlich: 
      • Die Volt-Angabe (Spannung) auf Netzteil und Notebook-Typenschild muss exakt identisch sein (z.B. im Bild 19V). 
      • Die Ampere-Angabe (Stromstärke) auf dem Netzteil muss größer oder gleich der des Notebook-Typenschilds sein (z.B. im Bild 3.42A).
      • Die Polung bei Rundsteckern muss stimmen (z.B. im Bild + innen/ – außen).
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    • Abhilfe: neues Marken-Netzteil/Ladekabel (entweder Original oder renommierte Alternativhersteller). Wir beziehen für unsere Kunden Akkus der Originalhersteller oder – falls nicht mehr erhältlich – von erprobten Drittherstellern. Hüten Sie sich vor 99% der Amazon-Netzteile/Ladekabel/Kabel.

  3. Oftmals ist auch das Ladekabel die Ursache.
    • „Zuleitung1“ prüfen: Steckt der Stromstecker richtig in der Strom-Wand-Steckdose bzw. Steckdosenleiste? Ist die Steckdosenleiste eingesteckt und angeschaltet?
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    • „Trafoblock“ prüfen: Sitzt das Kabel (Zuleitung 1) richtig fest im Transformatorblock des Netzteils? (notfalls – sofern aussteckbar – mal aus dem Trafoblock raus- und reinstecken). Manche Trafoblocks haben einen kleinen Aus-/Einschalter, den viele Nutzer vergessen haben, weil er nie benutzt wird; gerne wird dieser unbeabsichtigt beim Transportieren des Ladekabels verstellt.
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    • „Zuleitung 2/Ladestecker“ prüfen: Steckt der Ladestecker wackelsicher und richtig in der Ladebuchse des Notebooks? Steckt der Anfang der Zuleitung2 – sofern steckbar – richtig im Trafoblock?
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    • „gesamte Kabelstrecke“: Prüfen Sie bei gutem Licht und mit guter Sicht, ob Knicke, ehemaliger Knicke, starke Schrammen oder gar Kabelverletzungen in den Kabelabschnitten sichtbar sind. Hobby-Bastellösungen wie „Isolierband drumkleben“ sind im wahrsten Wortsinn „brand“ und „gefählich“. Defekte, teilausgerissene, geknickte und teil-unabgeschirmte/unbemantelte Stromkabel sind unverzüglich ausser Betrieb zu nehmen.

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    • „Wackelkontakte/Kabelbrüche im Netzteil/Ladekabel“: Viele Notebooks signalisieren durch das Leuchten einer kleine LED-Lampe, dass ein stromführendes Ladekabel angeschlossen ist. Tasten Sie die gesamte Kabelführung ab, verwinden Sie diese abschnittsweise ein wenig und behalten Sie dabei die LED am Notebook im Auge. Sofern die LED bei einer Positionsänderung an einer Stelle der Zuleitungen 1/2 ausgeht, liegt in Kabelbruch / Wackelkontakt oder Bruch vor.
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    • Wenn es eilt: die meisten Elektromärkte haben Universal-Ladenetzteile für Notebooks vorrätig. Nehmen Sie unbedingt beim Kauf Ihren Notebook sowie das bisherige Netzteil mit. Das Universalnetzteil muss nämlich a) den passenden Stecker besitzen sowie b) bzgl. Volt-, Ampere-Zahl und Steckerpolung richtig ausgewählt oder eingestellt werden.
    • Abhilfe: neues Marken-Netzteil oder – falls Zuleitung 1 betroffen – neues Stromkabel. Wir beziehen für unsere Kunden Akkus der Originalhersteller oder – falls nicht mehr erhältlich – von erprobten Drittherstellern. Hüten Sie sich vor 99% der Amazon-Netzteile.
  4. Die Ladebuchse des Notebooks ist nur exremst selten nie defekt, ausser sie hat durch mechanische Überbeanspruchung, Sturz oder Gewalteinwirkung (z.B. starker Zug durchs Stolpern über das angeschlossene Stormkabel) einen Wackelkontakt, Riss oder Bruch erlitten. Dies lässt sich meist durch behutsames Drehen bzw. durch langsamer Positionsveränderungen (Drücken, Drehen) des Ladesteckers in der Buchse des Notebooks feststellen. Sofern am Notebook – je nach Position des Steckers – die Lade-LED an oder ausgeht (die Power/Lade-LED ist oft direkt neben der Strombuchse), liegt ein mechanischer Riss oder Bruch in der Ladebuchse vor. Das Notebook müsste dann von uns in eine elektrische Fachwerkstatt eingesandt werden.

Wir hoffen, dieser Artikel konnte Ihnen helfen.

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